Montag, 31. Oktober 2011

Zahnräder Konferenz 2011

Am 7.10.2011-9.10.2011 fand die Zahnräder Konferenz in NRW statt. Weitere Informationen könnt ihr auf der Homepage nachlesen. Ich hatte mich auch mit meinem Projekt >Zahnräder Schulen< beworben und wurde eingeladen. Leider konnte ich krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Trotzdem möchte ich mein Projekt mit euch teilen:

Die Idee

Die Idee besteht darin, dass das Zahnräder-Netzwerk Kooperationen mit Schulen schließt, um miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen. Die Zahnräder Mitglieder stehen nicht nur den Schulen beratend zu unterschiedlichen Themen zur Seite, sondern gestalten auch zusammen mit den Schülern und Lehrern Projekte. Zum einen verschafft sich Zahnräder Gehör bei den Jugendlichen und zum anderen werden Talente entdeckt und Fähigkeiten der Schüler ausgebaut. Es gibt erstaunlicherweise eine geringe Anzahl von Organisation mit mehrheitlich muslimischen Hintergrund, die aktiv in einer Kooperation mit Schulen sind. Hauptsächlich werden von islamischen Vereinen Moscheebesuche und Aufklärungsarbeit im Bereich Islam angeboten, aber kaum eine Kooperation, in der es um Bildung im Allgemeinen geht. Und gerade das sehe ich als Anlass dieses Projekt kurz vorzustellen.

Der Ablauf
  • Kontakt zu Schulen herstellen
  • Das Konzept vorstellen und eine Kooperation mit den Schulen eingehen.
  • Die Schulen als Partnerschulen auf der Homepage aufnehmen
  • Interessenten an dem Projekt bzw. Mitglieder des Zahnräder Netzwerkes stellen sich zunächst als Berater zur Verfügung.
  • Es werden Projekte erarbeitet (z.B. kreative Workshops, Aufklärung zu gesellschaftlichen Problemen, Studien- und Berufsberatung).
  • Ideen der Schüler und Lehrer werden protokolliert und können für Projekte innerhalb des Zahnräder Netzwerkes genutzt werden.
Bei mehreren Partnerschulen könnte man in Erwägung ziehen eine jährlich stattfindende Zahnräder-Schulen Konferenz zu organisieren, in der die Schüler sich über ein bestimmtes Thema austauschen und diskutieren können.

Die Ziele

Ziel ist es, dass das Zahnräder Netzwerk Ideen und Anregungen aus der Welt der Jugendlichen in den Schulen erfährt. Sie können inspirierend und hilfreich für Vorhaben des Zahnräder Netzwerkes sein. Auch wenn man bedenkt, dass jede neue Generation ihre eigenen Vorstellungen und „Probleme“ hat. Gleichzeitig profitieren die Schüler und das Lehrpersonal von Projekten und den Beratungen. So wird das Interesse am Zahnräder Netzwerk auch in Zukunft durch den Zusammenschluss mit Schülern bestehen bleiben. Außerdem übernimmt das Zahnräder Netzwerk eine positive Vorbildfunktion im Bildungssektor. Es ist in erster Linie nur eine Idee, die erst mit dem Beginn des Projektes ausgereift werden kann. 

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Eine harte Begegnung

Ich hatte oft die Begegnung mit Menschen, die einen auf Grund des Kopftuches, der Hautfarbe oder ihrer eigenen Frustration beleidigen und mir die üblichen Klischees vor den Kopf knallen. Es sind Aussagen, die mich nicht treffen können, denn sie entstehen meist aus Unwissenheit und dafür habe ich immer Verständnis gehabt. Die letzte Begegnung traf mich sehr. In der überfüllten Bahn zwischen Dortmund und meiner Heimatstadt stiegen eine Gruppe von Rechtsradikalen ein. Sie sahen nach Rechtsradikalen wie im Buche aus: Springerstiefel, T-Shirt mit ihrem Logo und die polierte Glatze. Meine Schwester und Ich saßen unbeeindruckt da und hielten uns die Nase zu, da sich in der Bahn ein miefender Geruch entwickelte. Sie beleidigten uns mit den Worten " Kanake" ( Gerade eben musste ich nachschauen, wie es geschrieben wird ) und " Ihr riecht euch selbst und seid nicht willkommen". Meine Wut steigerte sich. Ich wollte klug sein und nicht antworten, denn dem Aussehen nach schienen sie gefährlich zu sein. Aber ich konnte nicht und mich verließ meine kluge Seite und meine Ruhrpottmanier kam zum Vorschein. Eigentlich wollte ich mich nicht mehr einschüchtern lassen oder verletzt reagieren. In muslimischen Kreisen wird zur Geduld aufgerufen, wenn man beleidigt wird. Man solle stark sein. Aber diesmal fühlte ich mich nicht beleidigt, sondern auf den Boden getreten, denn die Bahn war voll, starke Männer weit und breit und keiner konnte seine Abneigung kundtun? Keiner? Ich tat es und konterte. Sie wurden wütend und beleidigten härter bis einer meiner Schwester ins Gesicht pustete und sie anspuckte und meine Schwester ausholte und ihm die Bierdose gegen das Gesicht knallte. Die Rettung war, dass sie aussteigen mussten. Sie waren nicht gefährlich und anscheinend geschockt gewesen, dass wir zwei junge Frauen uns wehrten. Natürlich schaute uns die restliche Fahrzeit jeder mit vollem Mitleid an.
Nein Danke, die brauche ich nicht!